Der E-Government-Standardisierungsverein eCH hat einen Grundsatzentscheid zur digitalen Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung in die Vernehmlassung geschickt. Dieser Entscheid könnte festlegen, wie Bund, Kantone und Gemeinden künftig digital miteinander kommunizieren und Daten austauschen.

Bislang regeln heterogene Schnittstellen und Standards die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsebenen. Ein einheitlicher Grundsatzentscheid würde Redundanzen abbau und Integrationen vereinfachen. Für IT-Leiter und eGovernment-Verantwortliche bedeutet das konkret: weniger Schnittstellen-Wildwuchs, geringere Entwicklungskosten, schnellere Umsetzung neuer Dienste.

Die Vernehmlassung läuft bereits. Kantone, Gemeinden und Interessenverbände können bis zur Frist Stellung nehmen. Der Entscheid könnte auch Auswirkungen auf private Dienstleister haben, die an eGovernment-Projekten beteiligt sind – etwa Integrations- und Softwarehäuser, die heute mehrspurig entwickeln müssen. Welche Konkretisierungen der Grundsatzentscheid enthält, wird sich nach der Auswertung der Vernehmlassung zeigen.