Das NEGZ treibt einen Paradigmenwechsel in der Verwaltungsdigitalisierung voran: Fachbereiche sollen Prozesse künftig selbst mit Low-Code-Tools digitalisieren, statt auf überlastete IT-Abteilungen zu warten. Der Ansatz reduziert Abhängigkeiten und beschleunigt die Umsetzung.
Sachbearbeiter könnten damit ihre eigenen Workflows abbilden, ohne Programmierkenntnis. Das spart Zeit und kostet weniger als klassische Softwareentwicklung. Besonders in Bereichen mit hohem Druck – Antragsverwaltung, Genehmigungsverfahren – könnte das schnelle Erleichterung bringen.
Allerdings entstehen erhebliche Risiken: Datenschutzverstöße durch fehlende Governance, Sicherheitslücken bei unkontrollierter Entwicklung, und eine IT-Landschaft, die zur Wildnis wird. Wer haftet, wenn eine selbstgebaute Anwendung personenbezogene Daten verliert? Die Diskussion zeigt, wie dringend Verwaltungen modulare Systeme brauchen – nicht um Low-Code zu verbieten, sondern um es sicher zu regeln.