Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) hat einen Leitfaden zum Fördermittelmanagement vorgelegt. Kern der Botschaft: Städte und Gemeinden lassen systematisch Fördergeld liegen – trotz angespannter Haushalte.
Das Problem ist strukturell. Viele Kommunalverwaltungen fehlen Prozesse, um verfügbare Mittel überhaupt zu identifizieren und fristgerecht zu beantragen. Bürokratische Hürden, personelle Engpässe und mangelnde Vernetzung zwischen Fachbereichenn verschärfen die Situation.
Der KGSt-Leitfaden adressiert genau diese Lücke: Er zeigt, wie Kommunen ihr Fördermittelmanagement strukturieren, Ansprechpersonen benennen und Abrufraten erhöhen. Für Entscheider in Stadtverwaltungen und Gemeinderäten ist das Signal unmittelbar relevant – wer jetzt handelt, erschließt erhebliche zusätzliche Einnahmequellen, ohne den Steuersatz zu erhöhen.
Die zentrale Frage bleibt offen: Wie groß ist das Volumen ungenutzter Mittel wirklich? Eine belastbare bundesweite Statistik existiert bislang nicht.