Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) hat eine neue Qualifikation „AI-qualified DPO" lanciert. Das Zertifikat richtet sich an Datenschutzbeauftragte, die KI-Systeme rechtssicher begleiten müssen.

Hintergrund ist der EU AI Act, der europäischen Unternehmen neue Compliance-Anforderungen auferlegt. Für Datenschützer entsteht damit ein wachsender Bedarf an spezialisierten Kenntnissen – von Risikoassessment bis zur Dokumentationspflicht bei KI-Anwendungen.

Die BvD begründet das Zertifikat damit, dass klassische Datenschutz-Ausbildungen nicht ausreichen, um KI-spezifische Fragestellungen kompetent zu adressieren. Die neue Qualifikation soll aufzeigen, wer diese Expertise hat – für Arbeitgeber und externe Auftraggeber.

Für Unternehmen mit KI-Projekten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Frage relevant: Braucht der nächste Datenschutzaudit einen „AI-qualified DPO"? Und werden Zertifikat-Träger künftig bei Ausschreibungen bevorzugt? Der BvD reagiert auf einen echten Markttrend – offen bleibt, ob das Label zum Standard wird.